Licht am Ende des Tunnels
Zum fünften Lichtkultur-Festival „Luminale“ verwandelten wir die U-Bahn-Station Willy-Brandt-Platz in Frankfurt am Main in die Bühne für ein interaktives Schauspiel. Die Schauspieler:innen: die Fahrgäste selbst. Das Stück: die menschliche Interaktion mit und in dem öffentlichen Raum.
Schon an den Eingängen zur U-Bahn-Station wiesen Markierungen auf dem Boden den Weg zur Theaterbühne in der unteren Zwischenebene. Die große Treppenanlage der Ebene verwandelte sich mit beweglichen Bühnenlichtern und einer LED-Fläche in einen Theatersaal. Die Fahrgäste konnten durch ihre Bewegungen Zitate aus den aktuellen Stücken des Schauspiel Frankfurt auf der LED-Fläche aufrufen. Indem sie eines der auf dem Boden markierten „Rollenfelder“ betraten, aktivierten sie Licht, Ton und LED-Fläche.
Das „Zitat-Theater“ wurde gänzlich durch die Bewegung der Menschen generiert. Die temporäre Installation spielte mit dem alltäglichen Strom der Fahrgäste im Raum der viel frequentierten U-Bahn-Station: Die einen kommen, die anderen gehen. Sie bewegen sich mal schnell, oder auch gemächlich. Manche auf dem Weg zur Arbeit, andere in den Feierabend. Täglich wiederholt oder vielleicht doch nur ein einziges Mal im Leben. Für kurze Zeit wird das Leben selbst zum Theater und die Fahrgäste zu seinen Geschichtenerzähler:innen.
Leistungen
Konzeption, Technische Planung, Umsetzung
In Zusammenarbeit mit
Tilman Richter, Atelier Markgraph, Selin Özcelik und Paul Scheytt
Projektpartner*innen
Martin Professional Lighting, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main und Schauspiel Frankfurt








